14. Juli | Georg Fahrenschon, CSU / DSGV

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Man muss sich doch im Leben einmal entscheiden: mitmachen oder meckern? Und ich finde, die Entscheidung ist leicht: Wer nicht will, dass über seinen eigenen Kopf hinweg entschieden wird, der bringt seine Stimme selber ein. Denn die Demokratie ist ein Runder Tisch, an dem wir alle gemeinsam sitzen und über unsere Zukunft entscheiden.

 

Für mich hat es damit begonnen, dass ich mich schon sehr früh in der Schülermitverantwortung engagiert habe, dann in der Jugendarbeit der Jungen Union Bayern, und schließlich mit Anfang zwanzig in der Kommunalpolitik. So wächst man hinein und es werden einem zwei Dinge selbstverständlich: mitreden, aber auch zuhören. Es hilft, wenn man von der Veranlagung her oder durch familiäre Prägung gleich ein bisschen Gemeinsinn mitbringt. In einer lebendigen Demokratie ist jeder Bürger auch Mitbürger – und nicht nur Interessenvertreter seiner selbst.

 

In der Gemeinderatswahl Neuried 1990 habe ich mein erstes demokratisches Mandat gewonnen. Wir verloren zwar den 1. Bürgermeister, aber waren zwei Gemeinderäte unter 35 Jahren im Kreis der 20 Räte und traten dann den Gang in die Opposition an…  Parallel ging es für uns nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gleich um große Fragen: Sicherheit, Verteidigung, Wirtschaft, aber auch Umwelt und soziale Gerechtigkeit. Und gerade für die politischen Jugendorganisationen der Parteien gab es damals die Chance, beim Aufbau demokratischer Strukturen in den neuen Bundesländern in kurzer Zeit viel Erfahrung zu sammeln.

 

Auch später im Kreistag München und als Mitglied des Deutschen Bundestags habe ich immer wieder erlebt, dass die Kraft unserer demokratischen Grundordnung vor allem aus den kleinen Einheiten kommt. Sie bringen die Vielzahl der Themen – aber auch die Vielfalt der Lösungen.

Indem wir Familien, Städte und Gemeinden und  nicht zu vergessen den regionalen Mittelstand stärken, schaffen wir ein starkes Land, das aber auch anpassungsfähig ist und den Blick nach vorne richtet. Dieser Grundgedanke einer nachhaltigen regionalen Kreislaufwirtschaft – Stärke aus lokalem Engagement für die Breite der Gesellschaft  – ist auch der Kern der Sparkassenidee.