Marianne Schieder MdB, SPD

Bild: Susie Knoll
Bild: Susie Knoll

Antworten auf die Fragen der ZdK-Initiative DEMOKRATIE STIMMT

 

 

1.    Warum engagieren Sie sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

 

Nur wenn die Gesellschaft beieinander bleibt und wenn wir bereit sind, uns umeinander zu kümmern, können wir weiter friedlich miteinander leben und uns so entfalten, wie wir es uns wünschen.

 

2.    Was hat den Anstoß gegeben, dass Sie sich politisch – in einer Partei, in einem Parlament, in der Zivilgesellschaft – engagieren?

 

Eine Familie in der es immer selbstverständlich war, sich in Gesellschaft und Kirche einzubringen, das lange und intensive Engagement in der Katholischen Landjugendbewegung, die Mitarbeit im Widerstand gegen die bei uns geplante Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Kernbrennstäbe und ein toller Sozialkundeunterricht haben mich zur Politik gebracht. Gott sei Dank!

 

 

3.    Was ist Ihr demokratisches Schlüsselerlebnis? Wo waren Sie erfolgreich, wo sind Sie gescheitert?

 

Es gibt bei allen Schwächen kein besseres Staatssystem, das mehr dafür Sorge tragen kann, dass die Würde und die Rechte des Einzelnen geachtet und geschützt werden, als die Demokratie. Das erfahre ich bei vielen Gesprächen, Veranstaltungen, bei Aufenthalten im Ausland und mit jeder Nachrichtensendung die uns berichtet, wie es zugeht auf dieser Welt!

Erfolg und Misserfolg lassen sich in der Politik nicht so einfach beschreiben. Natürlich gibt es nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge, aber da gilt das alte Motto: „Selten ein Schaden ohne Nutzen!“ oder „Weiß man, wofür es gut ist?“.

 

4.    Was ist Ihr besonderes Anliegen im politischen und gesellschaftlichen Engagement?

 

Wir haben das große Glück in unserem Land seit über 70 Jahren in Frieden und Freiheit, in einem verlässlichen Rechtsstaat und in einem beachtlichen Wohlstand leben zu können. All das ist nicht selbstverständlich. Wir verdanken es der Demokratie. Die kann aber nur funktionieren, wenn wir alle bereit sind unseren Beitrag dazu zu leisten. Die Mitgliedschaft und die Mitarbeit in einer politischen Partei gehört unverzichtbar dazu.

Diese Überzeugung treibt mich an und ich werbe dafür, dass sich viele Menschen finden, die sich ebenfalls in diesem Sinne antreiben lassen.

 

5.    Was macht Ihnen im Moment besonders große Sorgen?

 

Die scheinbar große Bereitschaft der Menschen aus einer Unzufriedenheit heraus rechte Populisten, Hetzer und Demagogen zu wählen und damit die Demokratie aufs Spiel zu setzen. Ich möchte alles tun, um den Menschen klar zu machen, welche politischen Kräfte da am Werk sind.

 

6.    Was steht bei den nächsten Wahlen auf dem Spiel?

 

Alle aufrechten Demokratinnen und Demokraten müssen in diesem Wahlkampf deutlich machen, dass rechte Populisten, rechte Demagogen und rechte Hetzer bei uns nichts zu suchen haben, weder in der Mitte der Gesellschaft noch im Bundestag! Sie stehen am rechten Rand und müssen möglichst klein gehalten werden! Mit dem Einzug solcher politischer Kräfte in den Bundestag würde sich aus meiner Sicht das politische Klima in unserem Land sehr zum Negativen verändern.