28. Juli | Maria Eichhorn, CSU

Eine Demokratie kann nur funktionieren, wenn es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen und mitarbeiten. Ich empfinde es als großes Glück, in einem Staat mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung leben zu können. Dafür lohnt es, sich einzubringen.

 

Politisch geprägt wurde ich im christlich geprägten Elternhaus, in welchem häufig über Politik gesprochen wurde. In jungen Jahren leitete ich eine Jugendgruppe und arbeitete in den Gremien des BDKJ mit, wo politische Themen heftig diskutiert wurden. Weil ich nicht nur mitreden, sondern auch mitgestalten wollte, wurde ich Mitglied der Jungen Union und bald auch der CSU. Eines meiner Schlüsselerlebnisse war eine Diskussion zur Reform des Abtreibungsrechts als ich 1972 zum ersten Mal für den Kreistag von Regensburg kandidierte. Die Würde des Menschen vom Anfang bis zum Lebensende – das hat meine Arbeit seither bestimmt, insbesondere als Mitglied des Bundestages und jetzt als Landesvorsitzende von DONUM VITAE in Bayern e.V.. Vor allem bei der Reform des § 218 Anfang der 90er Jahre und in Fragen des Embryonenschutzes konnte ich mich als Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Fraktion für den Schutz des ungeborenen Lebens bei der Formulierung von Gesetzen besonders einbringen.

Ich bin sehr froh, dass es aufgrund der Beratungspflicht für die Schwangere, die eine Abtreibung erwägt, gelingt, ihr Hilfen anzubieten und sie für ein Leben mit dem Kind zu ermutigen. Der Vergleich der Abtreibungszahlen in Europa zeigt, dass Beratung und Hilfe die richtige Antwort sind in schwierigen Lebenssituationen. Ganz wichtig sind Beratung und Unterstützung, wenn Eltern ein behindertes Kind erwarten.

Mir ist es ein großes Anliegen, dass die Würde des Menschen, wie es in Art I GG steht, auch weiterhin die Grundlage für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft bleibt. Daran mitzuwirken und bei den Wahlen durch die Stimmabgabe dafür zu sorgen, dass wir auch in Zukunft in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung leben können, das ist nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht aller Bürgerinnen und Bürger.