5. September | Peter Weiß

(c) Claudia Thoma
(c) Claudia Thoma

"Als Gesellschaft dürfen wir uns nicht entzweien lassen"

 

 

 

Die Demokratie in Deutschland lebt und ist gleichzeitig in Bewegung. Denn wir stehen in Deutschland und weltweit vor enormen Herausforderungen. Die Welt verändert sich im Zuge der Digitalisierung, Globalisierung und des demographischen Wandels mit spürbaren Auswirkungen auf unser Leben und Arbeiten. Im vergangenen Jahr haben wir erlebt, wie der Terror zu uns nach Europa, zu uns nach Deutschland getragen worden ist. Und auch in diesem Jahr erschüttern uns die Bilder von Anschlägen, die auf die Mitte unserer Gesellschaft zielen. Zu Recht fordern die Menschen von der Politik Antworten auf die Fragen, die sie bewegen. Deshalb ist die Politik gefordert Stellung zu beziehen, um den Menschen in unserem Land eine Orientierung zu geben. Die Geschichte Deutschland und die Idee des Maximilian-Kolbe-Werkes lehrt uns die Versöhnung zwischen den Völkern. Diese Idee ist in diesen Zeiten ein Aufruf an uns, unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zeigen, ihn zu stärken und unsere Freiheit gegenüber Intoleranz und Hass zu verteidigen. Als Christen wollen wir nicht Teil der Spirale des Hasses sein, sondern unseren Teil dazu beitragen, den religiösen Hass in der Welt zu stoppen und ihn zu überwinden. Denn der Terror will die Trennung zwischen den Menschen und Desintegration in unserer Gesellschaft fördern. Als Gesellschaft dürfen wir uns aber nicht entzweien lassen, nur weil wir unterschiedlichen Kulturen oder Religionen angehören. Am 24. September 2017 können wir an der Wahlurne gemeinsam zeigen, dass die Demokratie in Deutschland stimmt. Lassen sie uns gemeinsam unsere Demokratie und unsere demokratischen Werte gegen ausgrenzenden Populismus, religiösen Hass und Terror verteidigen. Denn Gott will nicht den Tod, sondern das Leben!